vegetarische Frikadellen

Ich wünsche euch einen wunderschönen Sonntag Abend. Hoffentlich konntet ihr diesen sonnigen Tag genießen. Bei uns in der DG-Wohnung ist es doch sehr warm geworden, daher haben wir uns in die Uni verzogen, wo die dicken Beton-Wände die Wärme abhalten und es angenehm kühl ist.

Zur Zeit komme ich leider nicht dazu viel zu bloggen, geschweige denn kreativ oder neues zu kochen. Das liegt in der Tatsache begründet, dass sich unsere Zeit hier dem Ende zuneigt und wir zum neuen Semester in die Hauptstadt umziehen werden. Daher ist gerade etwas Stress angesagt. Es müssen noch Hausarbeiten geschrieben, Nachmieter gesucht und eine Wohnung in Berlin gefunden werden. Das wird sicher noch eine Herausforderung, denn ein Katzensprung ist es nicht gerade bis dort hin. Wir werden mal sehen. Zum Glück ist mein Freund schon seit Wochen dabei die Sachen, die wir definitiv nicht mehr brauchen, in Umzugskisten zu packen. So haben wir am Ende nicht mehr so viel zu packen.

SO, nun mal zu meinen neuen Rezept.

Ich bin schon seit dem Beginn meiner Vegetarier-Zeit auf der Suche nach einem schmackhaftem und von der Konsistenz her passendem Äquivalent zu Frikadellen, da ich diese wirklich gerne gegessen habe. Viele habe ich ausprobiert und für „nicht meins“ befunden. Alle möglichen Varianten an Bohnen-Burgern oder eine Mischung aus Kartoffeln und Gemüse z.B.. Doch all das war nicht das Wahre. Irgendwie klappte das manchmal mit der Bindung nicht und die Bratlinge sind beim Wenden auseinander gefallen oder sie waren mir innen zu weich und nicht „bissig“ (versteht ihr, was ich meine?  😉). Dann habe ich mal welche aus Couscous versucht, die waren lecker, keine Frage, doch auch nicht das, was ich unter einer Frikadelle in Erinnerung habe. Als nächstes kam Grünkern ins Spiel, da ich bei Bolognese und Lasagne die Erfahrung gemacht habe, dass der Biss, dem vom Hackfleisch ähnelt. Leider kann ich mich bis heute noch nicht an den Geschmack von Grünkern gewöhnen, weshalb der Versuch auch eine Niete war.

Vor einiger Zeit hatte ich euch mal ein Rezept für Haferflocken-Bratlinge vergestellt. Die waren sehr lecker und daher wollte ich versuchen, dieses Rezept auszubauen und evtl. etwas Frikadellen-ähnlichen zu erhalten. Versuch gelungen. Noch nicht ganz perfekt, aber ich erzähle euch am Ende, was ich beim nächsten Mal anders machen werden.

Arbeitszeit: 10 Min
Ruhezeit: 20 Min
Kochzeit: 10 Min
Gesamtzeit: 40 Min
Schwierigkeit: leicht

Zutaten für 4 Frikadellen:Zutaten

  • 1/2 Zwiebel
  • 50 g kernige Haferflocken
  • 50 g zarte Haferflocken
  • 50 g geriebenen Käse (ich habe Edamer genommen, weil der schön würzig ist)
  • 1 Ei
  • 50 g Kräuterquark (Kräuterquark als Bindemittel, habe ich in einem anderen Blog mal aufgeschnappt und wollte es testen)
  • 1 Tl Tomatenmark
  • 1 Tl Senf
  • Salz, Pfeffer, Paprika, Muskatnuss

Zubereitung:

Die Zwiebel schälen, in kleine Würfel schneiden und in etwas Öl glasig anschwitzen. Abkühlen lassen.

Die restlichen Zutaten in eine Schüssel und gut mischen.
Wenn die Zwiebeln abgekühlt sind auch in die Schüssel geben und schön einkneten.

Das ist wieder so eine Aufgabe, die ich am Liebsten mit den Händen mache. So lässt sich alles gut mischen.

Abschmecken nicht vergessen, damit die Frikadellen nachher auch Geschmack haben. 😉

Den Teig nun für 20 Min im Kühlschrank ruhen lassen.

Etwas Öl in einer Pfanne auf mittlerer Stufe erhitzen, aus dem Teig mit den Händen Frikadellen formen und diese von beiden Seiten schön braun anbraten.

Das Ergebnis hat mich fast überzeugt. Nicht nur, dass sie in der Pfanne wie Frikadellen aussahen und rochen, sie kamen auch geschmacklich echt nahe heran. Außen knusprig und innen – dank der kernigen Haferflocken – mit einem leichten Biss.

vegetarische Frikadellen

So, das wars auch schon.


Okay meine Lieben. Diese vegetarischen Frikadellen schmecken echt lecker und kamen dem, was ich als Frikadelle bezeichne schon sehr nahe.

Die Sache mit dem Kräuterquark war wie bereits erwähnt ein Versuch und ich muss sagen, dass ich ihn nicht wirklich geschmeckt habe, von daher werde ich ihn beim nächsten Mal weg lassen. Dafür kommt dann ein Ei mehr in die Masse und – wie zu alten Frikadellen-Zeiten – ein halbes, eingeweichtes Brötchen, denn ein wenig war mir das Ergebnis zu fest.

Mein Rezept für das nächste Mal sieht also so aus:

  • 1 Zwiebel
  • 75 g kernige Haferflocken
  • 60 g zarte Haferflocken
  • (evtl. 75 g geriebenen Käse – wahrscheinlich eher Almkäse, da der noch mehr Würze hat)
  • 2 Eier
  • ½ Brötchen (eingeweicht in Wasser)
  • 2 Tl Tomatenmark
  • 3 Tl Senf
  • 2 El gehackte Petersilie (TK oder frisch)
  • Salz, Pfeffer, Paprika, Muskatnuss

Zudem würde ich die Ruhezeit weg lassen und die Masse nach dem mischen direkt formen und braten.

Diese Mengen ergeben wahrscheinlich 4-6 Frikadellen, je nachdem, wie groß sie werden sollen.


unsere kleine Heulboje :D
unsere kleine Heulboje 😀

Ach ja, unsere kleine Heulboje ist natürlich immer sofort in der Küche dabei, wenn sich dort irgendetwas ums Essen dreht. 😀

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