Alte Hunde, kranke Hunde – auch sie haben ein Zuhause verdient!

Diesen Beitrag hatte ich schon seit längerem im Kopf.
Ein trauriges Ereignis gestern hat mich dazu veranlasst, ihn nun endlich zu schreiben.

Am gestrigen Tag, um kurz vor 18 Uhr, hat der kleine Max diese Welt verlassen.
Ruhe in Frieden.

Max_Tilly
Tilly (li.) und Max (re.)

Der kleine Junge hatte viele Jahre auf dem Buckel und durfte die letzten mit der jungen und agilen Tilly verbringen. Sie hat Max über den Verlust von Benny hinweg geholfen und ihm neuen Lebensmut geschenkt. Die beiden ergänzten sich prima. Der ruhige und verschmuste Max neben der wilden und verspielten Tilly.
Tagsüber durften die beiden durch die Weiten des Grundstücks streifen, über Wiesen und Felder, zusammen mit den Hühnern des Hauses. Zuhause gab es dann Kuscheleinheiten mit Frauchen und Herrchen.

Wenn wir zu Besuch kamen, befanden wir uns immer in zwei Welten. Auf der einen Seite die aufgedrehte Tilly, die viel Aufmerksamkeit fordert, bespielt und gekrault werden will und auf einem rum tollt, wenn man sich zu ihr auf den Boden setzt. Auf der anderen Seite war da Max, der der, in dem Moment verrückten, Tilly dann gerne aus dem Weg ging und die Momente ausnutzte da Tilly anderweitig beschäftigt war. Dann kam er an und forderte ebenfalls die ihm zustehenden Kuscheleinheiten. Er war so süß und anhänglich, genoß die Nähe und die Streicheleinheiten.

In der letzten Zeit war es Max anzumerken, dass es ihm nicht mehr so gut ging. Gestern Abend ist er zusammen gebrochen. Leider konnte der Tierarzt ihn nur noch von seinem Leid erlösen. Ich werde den kleinen Mann sehr vermissen und hoffe, dass Tilly gut damit klar kommt und nicht ihn ihrer Trauer versinkt.

Liebe


Max hatte bis zum Schluss ein tolles Zuhause. Obwohl ihm sein Alter anzumerken war, er seine Wehwehchen hatte und auch seine Eigenheiten, was z.B. Berührungen an manchen Stellen angeht. Nichtsdestotrotz waren seine Besitzer immer für ihn da, haben sich auf ihn eingelassen, sich um ihn gekümmert und ihn bis zu seinem letzten Atemzug begleitet.

Das Alter eines Hundes oder auch eine Krankheit sind kein Grund ihn nicht bei sich aufzunehmen oder gar ihn abzuschieben.

Wenn man ein Tier zu sich nimmt, muss man sich der Verantwortung bewusst sein. Man muss den Hund versorgen, in guten wie in schlechten Zeiten.Diese schlechten Zeiten können sich unterschiedlich äußern. Es fängt an mit Kleinigkeiten. Er kann nicht mehr so schnell laufen, will nicht mehr so lang spazieren gehen, tobt weniger und schläft mehr. Die Gelenke wollen nicht mehr so wie früher, das Aufstehen fällt schwerer und gelegentlich zwickt es dabei. So wie bei Max.

Es können jedoch auch andere Probleme auftreten.
Im Juli letzten Jahres bekam Charly Schwierigkeiten mit der Hinterhand. Er hatte Schmerzen, fiepste immer wieder, wenn er nach längerem liegen aufstehen musste/wollte. Am Anfang gönnten wir ihm etwas Ruhe. Leider half das nicht und wir sind an einem Samstag Abend in die Tierklinik gefahren, da Charly gar nicht mehr aufstehen wollte, denn dies ging nur noch unter Schmerzen. Die diensthabende Tierärztin drückte auf seinen Hüften herum, zog seine Hinterbeine gestreckt nach hinten, wobei Charly vor Schmerzen nur so heulte, und diagnostizierte: Arthrose in den Hüften, altersbedingt, nicht behandelbar. Die einzige „Behandlung“ wären Schmerzmittel, damit er ohne Schmerzen aufstehen und laufen kann.
Eine Woche später waren wir wieder in der Tierklinik, da die Schmerzmittel nicht anschlugen. Die Situation wurde schlimmer. Doch die behandelnde Tierärztin wimmelte uns (ohne Charly nochmals zu untersuchen) ab, beharrte auf der Diagnose ihrer Vorgängerin und erhöhte lediglich die Dosis der Schmerzmittel.
Wiederum eine Woche später standen wir ein drittes Mal in dieser Tierklinik. Die behandelnde Tierärztin (die dritte wohlbemerkt) drückte nochmals auf den Hüften unseres Hundes herum und versicherte uns, dass es sich um Athrose handelt, dass das in diesem Alter normal sein und man außer der Verschreibung von Schmerzmitteln nichts tun könnte. Unsere Bitte, Charly einem Röntgen zu unterziehen, um zu sehen, ob es sich wirklich um Arthrose handelt, wurde abgewiesen, mit der Begründung, dass uns das 250€ kosten würde (für lediglich eine Aufnahme), die sie uns nicht aufbürgen möchte, da sich dadurch eh nur die Athrose bestätigen würde. Statt dessen wurde uns Physiotherapie angeraten, welche pro Stunde 30€ kosten sollte. Wir haben uns dann kurz von der Physiotherapeutin beraten lassen, welche uns ihre 10er-Karte empfahl, welche dann nur 250€ kostet, jedoch vorerst abgelehnt, da wir quasi schon auf dem Weg nach Ostfriesland waren und dort erst nochmal einen Tierarzt aufsuchen wollten.
Dieser hat kurz über Charlys Rücken gefühlt, ohne Charly Schmerzen zu bereiten, und stellte direkt fest, dass es sich nicht um die Hüften handelt, sondern um die Wirbelsäule. Ohne zu murren wurden 4 Röntgen-Aufnahmen gemacht, von der Lendenwirbelsäule und zur Kontrolle noch von den Hüften (insgesamt kosteten uns diese VIER Aufnahmen knapp 50€). Er entdeckte eine Knochenausbildung an LW4 und keinerlei Anzeichen von Athrose in den Hüften. Mittlerweile waren vier Wochen seit den ersten Symptomen vergangen und Charly tat sich immer schwerer mit dem Aufstehen. Die Schmerzmittel brachten nicht viel Abhilfe. So verschrieb uns der Tierarzt nun ein entzündungshemmendes Schmerzmittel. Zudem schickte er uns in eine Tierklinik nach Oldenburg. Leider dauerte es noch fast eine ganze Woche, bis wir den Termin in Oldenburg hatten. Charlys Zustand verschlechterte sich weiter. Am Mittwoch war der Termin beim Tierarzt gewesen und bereits tags darauf konnte Charly gar nicht mehr laufen. Es war als wäre er gelähmt, seine Hinterbeine waren schlaff, er konnte nichts mehr damit tun. Doch leider war hatten wir den Termin in Oldenburg erst am darauffolgenden Dienstag. Es war schrecklich unseren Liebling so sehen zu müssen. Wir halfen ihm so gut es ging und trugen seine Hinterhand mit einem Handtuch. Fast noch schlimmer für uns war es aber, dass Charly keinen Urin und Kot absetzen konnte. Wir gingen mit ihm raus in den Garten, doch es geschah nichts. Er konnte oder wollte sich nicht erleichtern. Es hat geschlagene drei Tage gedauert, bis wir herausgefunden hatten, wie er sich erleichtern konnte. Ein verrückter Hund. Wir dachten ja, dass nach einer gewissen Zeit, er aß und trank schließlich normal weiter, er sich einfach erleichtern müsste, er es quasi nicht länger halten kann. Doch dem war nicht so. Obwohl er sich selbst nur sehr mühsam und langsam fortbewegen konnte, wollte er schnüffeln und musste erst die richtige Stelle finden, um zu pinkel und Kot abzusetzen. Und Leute, ich sage euch, dass ist gar nicht so einfach, wenn man den Hundehintern mit einem Handtuch in die Luft hält.
Als endlich der Termin in Oldenburg statt fand, waren wir Angst und Bange. Ich hatte dem Tierarzt per Mail die Röntgenaufnahmen geschickt, doch er konnte die Diagnose des Haustierarztes nicht nachvollziehen, denn er sah keine Knochenausbildung. Aufgrund des Zustandes unseres Hundes wurde jedoch sofort eine CT veranlasst. Eine Stunde mussten wir nun durch Oldenburg laufen, bis wir endlich erfahren sollten, dass Charly einen Bandscheibenvorfall hatte. Nix da Arthrose in der Hüfte. Der Tierarzt sagte nun, es gäbe zwei Möglichkeiten: entweder wir verabschieden uns von Charly oder er wird sofort operiert. Da sich der Krankheitsverlauf nun aber schon mehrere Wochen hinzog, konnte er uns nicht versprechen, dass unser Kleiner wieder richtig fit wird. Doch für uns war das keine Frage. Charly sollte operiert werden. Doch auch für den Tierarzt war das keine Frage, denn während er mit uns sprach, wurde Charly schon für die OP vorbereitet. Er war ja aufgrund der CT schon in Narkose und blieb es direkt.
Wir sind also zurück zu den Eltern meines Freundes gefahren, ohne zu wissen, ob unser Hund die OP überlebt, ob sie Erfolg hat und ohne vorher nochmal Tschüß sagen zu können. Ein unschönes Gefühl.
Abends rief ich in der Klinik an. Alles gut. Charly hatte die OP gut überstanden und hatte sogar schon wieder Wasser zu sich genommen. Ich sollte mich tags drauf wieder melden. Wie komisch es sich anfühlt in einem Haus zu sein, dass normalerweise von einem Hund belebt wird, der eigentlich immer um dich rum ist, weil er nach Futter geiert oder bespaßt werden will. Du siehst seinen Korb und sein Wasserpöttchen, doch dein geliebtes Tier befindet sich eine Stunde von dir entfernt, du darfst es nicht besuchen und musst auf die Worte einer netten Dame am Telefon vertrauen. Am Tag drauf konnte ich abends mit dem Tierarzt sprechen. Er war sehr zuversichtlich, da Charly sehr aufgeweckt wäre und freudig in seinem Käfig das Geschehen um ihn herum beobachte. Futter- und Wasseraufnahme, Urin- und Kotabsatz klappe auch super, weshalb wir Charly einen Tag später abholen durften. Bereits einen Tag früher als geplant. So fuhren wir nach Oldenburg. Der Tierarzt war sehr positiv gestimmt, erklärte uns, dass alles gut verlaufen wäre, wann die Nachkontrollen bei unserem Haustierarzt statt finden sollten und dass Charly jetzt erst mal 3 Monate nur mit Handtuchunterstützung und 6 Monate nur an der Leine laufen dürfte, damit sich alles gut erholt. Als wir dann unseren Hund den Flur entlang kommen sahen, habe ich fast geweint. Er war so erfreut uns zu sehen, dass die Helferin mit dem Handtuch unter seinem Hintern Mühe hatte mitzuhalten. Wir waren so froh ihn endlich wieder zu haben. Also, ab nach Hause.

Ich muss sagen, es war sehr gut, dass das Ganze zu einer Zeit geschehen ist, in der wir uns beide unsere Zeit frei einteilen konnten. Zum einen waren Semesterferien und zum anderen war unser Semesterjob beendet. So konnte also jederzeit einer von uns darauf achten, dass Charly nicht alleine durch die Gegend läuft, was bei einem Hund, der einem gerne durch die ganze Wohnung hinterherläuft, gar nicht mal so einfach ist. Die Spaziergänge beschränkten sich am Anfang auf wenige Minuten und steigerten sich mit der Zeit. Wir haben verschiedene Handtuch- und Trage-Konstruktionen ausprobiert, denn einem 20-Kilo-Hund die Hinterhand in gebückter Haltung hinterher zu tragen, kann ganz schön auf den eigenen Rücken gehen. Irgendwann hatte ich ein Handtuch gefunden, dass lang genug war, sodass ich Charly mit gestreckem Arm nebenher laufen lassen konnte.
Seine Beine konnte Charly erfreulicherweise bereits ein paar Tage nach der OP wieder bewegen – allerdings nicht kontrollieren, schließlich ist er knapp zwei Wochen lang gar nicht mehr gelaufen und die Wochen davor so wenig wie möglich. Und das hat man seinen Muskeln angemerkt. Er wackelte mehr, als dass er lief. Mehrmals täglich mussten daher seine Beine bewegt und somit seine Muskeln wieder fit gemacht werden. Unsere Haustierärztin (nein, nicht die netten Arthrose-Damen aus der Tierklinik – denen hätte ich am liebsten eine Standpauke gehalten) zeigte uns Übungen, die wir zu Hause mit Charly machen sollten. Sie war sehr begeistert über seinen Heilungsprozess. Bereits sechs Wochen nach der OP konnte Charly wackelfrei in ihren Behandlungsraum laufen. Damit hatte keiner gerechnet. Weder sie, noch der operierende Arzt aus Oldenburg, noch wir. Doch Charly zeigte uns allen, wie gerne er sich bewegt, durch die Gegend läuft und sprintet.

Die ganze Geschichte war natürlich nicht gerade billig. Erst die (unnützen) Behandlungen in der Tierklinik hier, dann der Tierarzt in Ostfriesland, die CT und die OP und die Nachbehandlung hier zu Hause. Doch als wir Charly zu uns genommen hatten, waren wir uns bewusst, dass er bereits 9 Jahre alt war und aufgrund seines Körperbaus eine Veranlagung zu Rückenproblemen hat. Das war für uns jedoch kein Grund ihn nicht aufzunehmen. Stattdessen investier(t)en wir ein paar Euro im Monat in eine OP-Versicherung, welche sich ja durchaus gelohnt hat.
Als wir unseren Familien erzählten, dass es Charly nicht gut geht, dass er Beschwerden beim Aufstehen hat und dann die vielen Tierarztbesuche, als sich so langsam rauskristallisierte, dass er wohl operiert werden müsste, kamen viele negative Stimmen. Eigentlich alle waren der Meinung, dass das doch nichts mehr bringen würde, der Hund würde ja leiden und eine OP wäre so teuer. Sie haben es nicht direkt gesagt, aber im Grunde waren sie der Meinung, wir sollten ihn einschläfern lassen. Die Sache war nur die, wir haben uns dieses Tierchen ins Haus geholt und wir lieben ihn. Für uns war von vorn herein klar, solang man ihm helfen kann und die Chance besteht, dass das Problem behandelt werden kann, dann wird Charly auch behandelt. Ich kann mir kein Tier anschaffen und sobald ein paar größere Problemchen auftreten, kommt das Tier wieder weg. Das ist unfair dem Tier gegenüber. Schließlich hat ein Tier genauso das Recht zu leben, wie wir auch. Darüber sollte sich jeder im Klaren sein, der sich ein Tier ins Haus holt und dabei ist es ganz egal welche Art von Tier, ob ein Hund, eine Katze oder ein Hamster. Jedes Tier hat ein Recht zu leben und solange ein Problem/eine Krankheit behandelbar ist, sollte es/sie auch behandelt werden.

So, wenn du bis zum Ende dieses Romans durchgehalten hast, danke ich dir vielmals.

Nun folgen noch ein paar Impressionen von Charly, von seiner Lebensfreude, die er durch den Bandscheibenvorfall in keinster Weise verloren hat.

Gruß, Steff

Diese Bilder entstanden Weihnachten 2014, d.h. vier Monate nach der OP:
Es war das erste Mal, dass Charly Schnee erlebt hat, seit er bei uns ist. Wir wussten also nicht, wie er darauf reagiert. Er war hin und weg, nicht mehr zu halten. Einen solchen Spaß hatte er. Und frech war er auch noch. Als mein Freund gerade eine Schneekugel für einen Schneemann rollte, kam Charly angerannt, schaute sich das Ganze zwei Sekunden an, sprang in die Kugel, drehte sich um und sauste davon. Wir haben uns kaputt gelacht. Die Mutter meines Freundes konnte nicht mehr vor lachen.

Februar 2015:
Er flitzt so gerne durch die Gegend. Er liebt es regelrecht lange Sprints hinzulegen. Wenn man das weiß, kann man vlt. nachvollziehen, wie schlimm es für ihn gewesen sein muss nicht laufen zu können. Er flitzte vor dem Ganzen schon gerne durch den Wald und über die Wiesen, aber manchmal habe ich das Gefühl, dass er es jetzt noch mehr genießt. Es ist so schön ihn strahlen zu sehen.

April 2015:
Eine Sandkuhle bei uns in der Nähe. Dort fahren wir regelmäßig hin, wenn das Wetter es zulässt. Charly mag den Sand, er rennt hin und her, dreht seine Runden und wälzt sich, was das Zeug hält. Auch Abhänge und in Matsch stecken zu bleiben ist kein Problem für ihn. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich es nicht glauben, dass dieser Hund vor einem 3/4 Jahr einen Bandscheibenvorfall hatte.

Herbst 2015:
Und mittlerweile… ja, mittlerweile gehen wir mit ihm klettern, campen und wandern. Es ist, als wäre nie etwas gewesen. Man merkt ihm nicht an, dass er vor gut einem Jahr gar nicht mehr laufen konnte.

Ich bin sehr dankbar dafür, dass wir unsern Liebling behalten durften und noch mehr freue ich mich für ihn, dass keine feststellbaren Einschränkungen zurück geblieben sind.

Advertisements

8 thoughts on “Alte Hunde, kranke Hunde – auch sie haben ein Zuhause verdient!

  1. Wer Tiere zu sich nimmt, bekommt ein weiteres Familienmitglied dazu. Die wenigsten wären bereit jemanden aus der Familie zu verlassen – warum dann ein Haustier, nur weil es alt geworden ist?
    Meine drei Katzen sind allesamt Senioren, aber ich würde sie niemals hergeben.
    Das vergessen aber viele zu leicht.

    Daher ist es schön zu sehen, wie jemand auch an seinem alten Haustier hängt. Tiere geben so viel zurück.

    Gefällt 1 Person

    1. Da hast du recht Ronja. Leider sehen viele Menschen ihre Haustiere „nur“ als Tiere, als Sache, die sie ja rein rechtlich traurigerweise auch sind. Und was macht man mit einer Sache, denn sie kaputt geht, nicht mehr schön aussieht oder unbrauchbar wird? Man entsorgt sie. Wir haben uns damals wegen Charly für einen Hund entscheiden. Zwei, drei Mal die Woche waren wir zum Gassi gehen im Tierheim und durften Charly dabei kennen lernen. Er war so lebensfroh und verschmust. Drückte sich ans Gitter und freute sich immer, wenn wir kamen. Wir nahmen ihn schließlich zu uns gerade weil er schon älter war, gerade weil er unförmig ist. Denn wo andere Hunde das Tierheim wieder verlassen durften, saß er Woche für Woche in seinem Käfig. Als wir ihn kennen lernten war er bereits 3 Monate dort und bis wir ihn abholten verging fast ein halbes Jahr. Seine Adoptionschancen waren aufgrund von Alter und Aussehen schlecht, so die Tierheim-Leiterin. Hinzu kam noch mangeldes Spiel-Interesse und negatives Sozialverhalten. Das alles waren für uns Gründe FÜR Charly, weil wir uns dachten, die anderen Hunde bekommen schneller ein neues Zuhause.

      Gefällt 1 Person

      1. Mir tun vor allem die Tiere leid, die einfach entsorgt werden. Sie hängen an ihren Menschen.
        Wie es ihnen geht, fragen diese Menschen nicht, wenn sie sie weggeben. Ohne guten Grund sollte das nicht sein!

        Ich denke, in dem Sinn darf ich sagen, ich freu mich für Charly. Er hat Glück gehabt.

        Gefällt mir

      2. Vielen lieben Dank! Max‘ Frauchen sagt auch immer, dass Charly glücklich aussähe und uns dankbar wäre (das würde man sehen). 🙂
        Charly wurde damals ins Tierheim gegeben, weil sein Besitzer alleine war und ins Pflegeheim musste. Vorgeschichte unbekannt. Das einzige, was wir sonst noch wussten: geboren im Dez. 2003. Im Laufe seines Aufenthaltes stellte sich heraus, dass er schon mal in einem anderen Tierheim war. Eine dortige Mitarbeiterin erkannte ihn auf der Homepage unseres Tierheims wieder. Was dazwischen war, weiß keiner. Auch was vor diesem Tierheim war, wusste man nicht.
        Ich bin immernoch fasziniert drüber wieviel Liebe uns dieser Hund zukommen lässt, obwohl er vermutlich schon einige Herrchen hinter sich hat.

        Gefällt 1 Person

  2. Mein Hund starb auch am 28.12, jedoch schon vor einigen Jahren. Hunde sind ganz besondere Freunde – sie lieben und wollen selbst nur geliebt werden. Sie brauchen nicht viel zum glücklich sein. Sie verurteilen nicht.
    Mein Hund war schon sehr krank als er starb. Er hat 2 Knie OP’s hinter sich, und das Laufen viel ihm schwer, obwohl ich dachte dass sehr der Grund gewesen, diagnostizierte der Arzt zusätzlich noch Lungenkrebs. Dieser war es, der ihn Schlussendlich so „müde“ machte.
    Ich wünsche dir und deiner Familie viel Kraft!

    Gefällt 1 Person

    1. Vielen Dank. Max und Tilly sind die Hunde der Tante meines Freundes. Wir haben ihn nicht so oft gesehen, doch ich freute mich immer auf die Besuche. Er war so lieb und freudig. Ich werde ihn wirklich sehr vermissen.

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s